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Wie wirkt das Kamelreiten?

Der Rhythmus des Laufens stimuliert die rechte und linke Körperhälfte gleichermaßen. Daraus resultiert am Ende der Behandlungseinheit eine weitaus bessere Körpersymmetrie, die für eine sicheres Laufen notwendig ist. Der Höcker bietet eine gute visuelle Orientierung und Sicherheit, und er ermöglicht komplexe Bewegungsübungen in der geschlossenen Muskelkette.

Nachgewiesen wurde die Wirkung von Rhythmus und Takt auf die Neubildung von Nervenzellen. Der Hippocampus wird intensiv stimuliert. Dies hat deutlich positive Wirkung auf die Gedächtnisleistung.

KAMELREITEN IST EINE KOMPLEXBEHANDLUNG!

Das heißt, der Betroffene wird von den Fußspitzen bis zu den Haarwurzeln neuromuskulär stimuliert, alle Sinnesorgane werden angesprochen, alle Gelenke funktionell mobilisiert.

Spastikhemmung tritt sofort durch die Unterbringung der Fußspitzen in Steigbügeln und die Bewegungen der Arme + Hände über den Höcker ein (sofern keine Kontrakturen vorhanden sind). Die Sprachmuskulatur wird angeregt durch automatische Kopfaufrichtung, so dass der Betroffene eine deutliche Verbesserung der Sprachfähigkeit erleben kann. In den Halswirbelgelenken sitzen Gleichgewichtsrezeptoren. Eine Mobilisierung dieser Gelenke ermöglicht eine bessere Fähigkeit zum Gleichgewichthalten. Auch dies passiert beim Kamelreiten ganz automatisch.

Die dreidimensionale Beckenbewegung, in die das Kamel den Betroffenen mitnimmt, bahnt das physiologische Gangmuster perfekt an, in Kombination mit der Stimulanz über die Höcker und der sanften Dehnung der oft sehr verkürzten Muskulaturen auf der betroffenen Seite (bei Halbseitenlähmung nach Schlaganfall) erreichen wir einen Ganzkörpereffekt. Der Rhythmus des Laufens stimuliert die rechte und linke Körperhälfte gleichermaßen. Daraus resultiert am Ende der Behandlungseinheit eine weitaus bessere Körpersymmetrie, die für ein sichereres Laufen notwendig ist. Erreicht wird eine gute bis sehr gute Rumpfaufrichtung. Das harmonische Zusammenspiel von Bauch- und Rückenmuskulatur ist das Fundament für selbständige Gangfähigkeit.

VORSICHT: Patienten mit sehr schwacher Rumpfaktivität eignen sich noch nicht zum therapeutischen Kamelreiten, eine mittlere Rumpfkontrolle ist Voraussetzung.

Nicht zuletzt ist die psychomotorische Wirkung im Zusammensein mit dem großen sanften Wesen Kamel immens. Und die Seele freut sich einfach.

Alle beschriebenen Wirkungen sind nachhaltig, der Betroffene spürt tagelang eine deutliche Besserung seiner Fähigkeiten und Schmerzlinderung in der  Muskulatur.
Wirkungsspektrum:
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