HOME > Kamel als Therapietier
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Warum Kamele?
Die Vorteile der Hippotherapie auf dem Pferd sind bekannt.
Das zweihöckrige Trampeltier hat noch einiges mehr
zu bieten – vor allem seine Höcker. Sie sind das ideale
„Übungsgerät“ in Kombination mit dem weichen,
dreidimensionalen Gangmuster. Der Betroffene sitzt
zudem äußerst sicher zwischen diesen warmen weichen
Lehnen.
Die Höcker erlauben es uns, in der geschlossenen
Muskelkette mit den Armen selektive Übungen durchzuführen.
Durch das warme, nicht zu weiche Fell wird
eine intensive Stimulierung des taktil-kinästhetischen
Systems erreicht. Der Patient bekommt starke Spürinformationen.
Die Oberflächen- und Tiefensensibilität
wird aktiv beansprucht.
Im Querschnitt ist der Rücken des Kamels verglichen mit dem Pferderücken
eher A-förmig als O-förmig, läuft also nach oben hin spitzer
zu und ist nicht ganz so breit. Dies ist für Menschen mit
Lähmungen und Spasmen in den Beinen eine Erleichterung
beim Sitzen, da sie ihre Beine nicht so weit spreizen müssen.
Ein weiterer Vorteil
sind die Füße des Kamels. Kamele haben keine
Hufe sondern so genannte Schwielensohlen, dadurch
treten sie weich und federnd auf.
In unseren Breitengraden ist das Kamel sehr exotisch.
Wiederum ein sehr starker Reiz für unser Gehirn.
Es „feuert“ aus allen Regionen. Die neuen
Reize werden mit bereits gespeicherten Programmen
in Verbindung gebracht und müssen adaptiert werden.
Dies ist eine wunderbare, effektive Stimulanz zur
Förderung der Plastizität des Gehirns. Diese
erreicht ja, wie wir heute wissen, niemals
ihre Grenze. Es lohnt sich also immer,
die „Schaltzentrale zu füttern“, um noch bessere Antworten zu bekommen.
Dies bedeutet insbesondere für jemanden, dessen Gehirn
eine Schädigung durch Einblutung, Gefäßverstopfung (Schlaganfall)
oder vielfältige andere Möglichkeiten erfahren hat, eine
effektive Handlungsanleitung zur erfolgreichen Rehabilitation.
Kamele strahlen eine sehr wohltuende Ruhe aus,
so dass auch ängstliche Menschen schnell Vertrauen
fassen. Darüber hinaus sind sie keine Fluchttiere
und sehr gemütlich unterwegs. Aber auch ein
schaukelnder Trab im Passgang ist möglich und bietet ein besonderes Erlebnis.
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Katarina vom Fleckenschnupphof
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